Urlaub in den Bergen

Bild ist von Deoxys74

 

Endlich war es soweit! Für die zwölf Jährige Selma, ihren Eltern und ihrem Labrador-Mischling Marlon ging es in die Berge. In den Bergen sah man viele verschiedene bunt blühende Pflanzen, die sehr wunderbar dufteten. Es gab viele Seen, die mit schmalen Flüssen verbunden waren.

 

Sie fuhren dort jedes Jahr mit dem Wohnmobil hin, immer auf den gleichen Campingplatz, der direkt an einem See lag, wo die Berge ganz nah waren. Der Campingplatz war sehr groß, hieß, er hatte viele Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile. Zudem kann man auch dort Wohnwagen und Wohnungen Mieten. Für die Kinder gab es Spielplätze und Animation, die auch für Erwachsene angeboten wurden.

Was Selma an dem Campingplatz auch immer sehr schön fand, dass es dort eine Reiterbahn gab, wo täglich von mittags bis abends geritten werden kann, zumindest wenn man sich ein Pflegepony aussucht. Morgens wurden alle Pferde von der nahgelgenen Koppel ohne Sattel hoch geritten und abends werden sie dann nach dem Ausritt wieder runter geritten. Selma fand das Cool, denn so hatte sie jeden Tag Pferde um sich.

Dort darf sie  auch einige Ausritte an den Strand und durch die Berge mitmachen. Das war auch ihr erstes Ziel, nachdem sie auf dem Campingplatz endlich ankamen. Sie ging zum Betreiber Simon, den sie schon sehr gut kannte.

 „Na machst du auch in diesem Jahr wieder hier Urlaub?“, fragte Simon.

„Na klar, immer doch!“, antwortete Selma freudestrahlend.

Da bemerkte Simon den Labrador-Mischling, der still und heimlich sich an seinem Bein rieb. „Na, wen haben wir denn da, du bist aber neu, oder?“

„Ja, das ist er, wobei so neu ist Marlon gar nicht mehr, den haben wir jetzt schon etwa ein halbes Jahr. Aber es ist sein erster Urlaub in den Bergen.“ Erzählte Selma glücklich.

Ursprünglich wollte die Familie nämlich überhaupt keine Haustiere haben.  Selma hatte so gebettelt, dass die Eltern dann doch klein bei gegeben hatten und somit waren sie zum nächsten Tierheim gefahren und hatten sich einige Hunde angeschaut. Marlon hatte sie so liebenswürdig angeschaut, dass sie nicht anders konnten, als ihn mitzunehmen.

 

Nachdem Selma die ganzen Pferde angeschaut hatte, ging sie zu ihrem Stellplatz und holte sich ihr Fahrrad, womit sie nachschauen fuhr ob schon ihre Freundin angereist war. Ihre Freundin Lara, traf sie jedes Jahr auf dem Campingplatz, zudem war sie genauso eine Pferdenärrin, wie Selma. Wenn Selma und Lara beide da waren, ließ Simon die beiden auch gerne zusammen Ausreiten. Häufig erst, wenn sie vorher einen Ausritt mitgemacht hatten. Denn jedes Jahr ist auf den Strecken etwas anders, als noch vor einem Jahr und deswegen mussten sie vorher mit Simon zusammen einen Ausritt mitgemacht haben. Das fanden die beiden immer total öde, auch wenn sie es einsahen.

 

Da es am nächsten Tag nicht zu warm war, gingen sie zur Reiterbahn und fragten Simon: „Du, Simon, dürften wir heute zusammen mit den Ponys Geocaching* machen?“

„Ja, ausnahmsweise, aber unter zwei Bedingungen.“

„Ja, und die wären?“

„Ihr steigt ab, wenn es zu gefährlich wird und nicht zu viel Galoppieren, ich brauche die Ponys heute Abend beim Ausritt noch, also nicht zu sehr auspauern.“

„Machen wir, versprochen!“ So holten sie die Ponys von der Koppel und machten sie Startklar. Lara nahm ihren Liebling Max, einen fuchsfarbenen Isländer Mix und Selma nahm Pico ein schwarzes Deutsches Reitpony.

Zuerst putzten sie die Ponys, danach sattelten und trensten sie Sie. Daraufhin kontrollierte Simon noch mal bei Max und Pico, ob alles soweit richtig verschnallt wurde. Und dann ging es auch endlich los.

Und so ritten sie zum warm Reiten im Schritt vom Campingplatz und als sie außer Reichweite waren, gingen sie über in Trab und da ab und zu Streifen weiches Gras kam, galoppierteten sie ein bisschen. Da Selma und Lara ja Geocachen wollten holte Selma ihr Gerät raus und suchte schon mal den ersten Cache, der sogar recht nah schien.

Um zum ersten Cache zu gelangen mussten sie in den nahegelegenen Wald reiten.  Der kleine Wald lag zwischen dem See und den Bergen. In dem Wald sah es sehr Mystisch aus, als ob da Feen drin Hausen würden, zudem roch es dort auch immer sehr süßlich, nach Waldkräutern.

Aufgeregt sagte Lara: „Schau mal, dort hinten laufen Rehe.“

„Stimmt!“ antwortete Lara augentrahlend.

Doch das die Rehe rannten, war kein Zufall, denn plötzlich hörteten sie Quadgeräusche. Und dann sahen, sie auch warum die Rehe rannten und nicht friedlich grasten. Zumal die Ponys das auch nicht gerade sehr schön fanden und versuchten auszubrechen. Wenn Selma und Lara nicht ihre beiden Lieblinge gut gekannt hätten, hätten sie die beiden nicht so schnell wieder beruhigt bekommen. Trotzdem war Selma ziemlich wütend, denn das hätte auch schlimmer ausgehen können.

 Als der kleine Schreck vorüber war, stiegen die beiden von den Ponys ab. Dann fingen sie an, den Cache zu suchen, denn der musste ganz in ihrer Nähe liegen. Und so war es auch, denn er war ziemlich leicht zu finden. Zumindest wenn man den Infotext zu dem Cache auch gelesen hatte, denn dort stand: Suchet ein kleines Holzhäuschen, was von Feen besetzt sein könnte, dort drinne ist der Cache.“

Das Häuschen war sehr schön gebaut, aber auch so gestellt, dass es nicht gleich jeder sehen konnte. Nun trugen sie sich in dem Logbuch ein.

Danach suchten sie noch einen und der ging erst ein Stückchen durch die Berge und dann direkt zum See. Diesen Weg erkannten Selma und Lara sehr schnell, denn dort ritten und liefen sie als Führer jeden Tag mit Simon entlang. Als sie etwas an Höhe gewonnen hatten, konnten die beiden sehr schön in die Weite blicken, was sie sehr genossen. Diese Ruhe, die nur von den Bergziegen gestört werden konnte, mochten sie sehr. Gut dass  Max und Pico die Bergziegen kannten und somit sehr gelassen dran vorbei liefen. Selma fragte: „Wollen wir nicht mal ein Foto mit den Pferden, Bergziegen und uns versuchen?“

Lara fand die Idee klasse, allerdings klappte es nicht ganz so gut, denn irgendwas war immer abgeschnitten, entweder war es einer der Köpfe, oder die Ziegen waren nicht mit drauf. Zum Glück kamen gerade Spaziergänger vorbei, die Lara fragte: „Könnten sie eben ein Foto uns beiden auf den Ponys mit den Bergziegen im Hintergrund machen?“

Die Spaziergänger machten dass sehr gerne und so hatten die beiden endlich ein Foto, wo sie in den Bergen auf den Pferden mit den Bergziegen im Hintergrund drauf waren.

Als sie am See ankamen, kam der Quadfahrer wieder vorbei gesaust und dieses Mal hatten sie nicht ganz so viel Glück und die Ponys erschraken so sehr das sie durchgingen. Zum Glück waren Selma und Lara Sattelfest. Somit wussten sie, wie sie oben blieben und gleichzeitig die Ponys wieder beruhigen konnten. Zudem bestand der Boden ja aus Sand, aber dennoch wäre Runterfallen nicht ganz so toll gewesen. Da sich Pico und Max nicht so schnell beruhigten, stiegen Selma und Lara für einige Minuten ab. Das half, zudem wollten sie ja eigentlich den Cache suchen, aber das ließen sie jetzt bleiben. Dazu waren sie einfach schon zu nah an der Reitbahn.

 

In den nächsten Tagen, ging Selma morgens zur Animation, wo sie die Sportlichen Teile mitmachte, wie Action-Games, Fun-Golfen und Jumpstyle und am Nachmittag ging sie dann mit Lara zusammen zum Reiten.

Wenn sie auf nichts von den Sachen Lust hatten, wie am vierten Campingtag, fragte Lara Selma: „Hättest du Lust Heute an den Strand zu gehen? Es soll ja heute so warm werden und da habe ich keine Lust auf reiten oder sonstige Aktivitäten.“

„Können wir gerne machen. Am besten wir gehen an den Hundestrand, dann können wir mit Max, und Marlon zusammen baden gehen. Zudem war dort in der Nähe ja auch das Beachvolleyball Feld, vielleicht sind dort ja welche und lassen uns mitspielen. Notfalls spielen wir alleine.“

„Das mit dem Baden finde ich eine gute Idee aber auf Beachvolleyball habe ich Heute keine Lust!“, Stimmte Lara Selma zu.

Und so machten sie sich auf zum Strand, der beste an dem See. Der bestand aus richtig angenehm weichen Sand und hatte keine groben Steine, wie an den anderen Stränden. Zudem ist das Wasser dort auch sehr klar.

Nachdem Max und Marlon von der Leine genommen wurden, rannten sie direkt ins kühle Nass. Sie liebten es im Wasser zu toben. So schnell kamen Selma und Lara nicht hinterher, denn sie mussten ja noch ihre Strandtücher ausbreiten und sich ausziehen. Die Schwimmsachen hatten sie sich schon im Wohnmobil angezogen.

Danach rannten die beiden direkt zu Marlon und Max ins kühle Nass, wo sie mit den mitgebrachten Bällen spielten.

 

Schade dass der Urlaub nach drei Wochen auch schon wieder vorbei war, Selma könnte dort die ganzen Ferien bleiben, aber dagegen hatten ihre Eltern was. Sie vermisste nach dem Urlaub immer diese Unbeschwertheit bei den Ponys.

 

*Geocaching ist eine Schnitzeljagd nur mit moderner Technik.